Ereignisse 1. Halbjahr - aktuellsbsz

Aktuelles - Ereignisse im SBSZ
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Ereignisse 1. Halbjahr

Schuljahr 2018/2019
Anfang September 2018
Weißrusslandprojekt - Schüleraustausch: Gegenbesuch in Glubokoje
Unter Begleitung der beiden Lehrer Rolf Schildknecht und Eric Oestreicher begaben sich wieder mehr als 15 Jugendliche vorrangig der 11. Klasse des beruflichen Gymnasiums auf die lange Reise nach Glubokoje in Weißrussland. Das zentrale Thema dieses Schüleraustauschs ist in den tragischen Geschehnissen des 2. Weltkriegs verwurzelt. Sowohl in dem Bezirk Glubokoje als auch im Kreis Hildburghausen befinden sich Gedenkstätten mit gefallenen Soldaten, aber auch mit den Gräbern ermordeter Häftlinge. Die Jugendlichen pflegen während ihres Aufenthalts diese Gedenkstätten, die manchmal in einem schlechten Zustand sind. Auf dem Programm stand auch ein Besuch der modernen Hauptstadt Minsk.

14.9.2018
Festveranstaltung "20 Jahre SBSZ"
Am Freitag, den 14. September, hatte die Schulleitung zu einer Festveranstaltung aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrums Hildburghausen eingeladen. Nach gut 2 Wochen Vorbereitung konnte die Arbeit im neu errichteten Haus 1 an der Wiesenstraße am 2. Dezember 1998 aufgenommen werden. Der damalige Kultusminister Althaus eröffnete das neue Schulzentrum im Rahmen einer großen Feier. In den zwei Jahren danach wurde das Technikum an der Helenenstraße rekonstruiert und den modernen Anforderungen an den Unterricht angepasst. Der Bezug des renovierten Technikum erfolgte im Sommer 2000. Den Schlusspunkt des Gesamtprojekts bildete die Einweihung der großen 2-Felder-Sporthalle im Jahre 2002.
Zu Beginn begrüßte StDin Corinna Müller, die Schulleiterin, die Gäste, darunter Abgeordnete, Landrat, Schulamtsvertreter und Vertreter der Stadt Hildburghausen, und den Festredner, Herrn Pieterwas, den Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.
Sie gab in ihrer Rede einen Überblick von 1998, als es noch vier Standorte mit ca. 1800 Schülern gab, die nun in dem neuen Haus an der Wiesenstraße zusammen beschult werden konnten, und später - nach dessen Rekonstruktion - auch im Technikum an der Helenenstraße ihre alte und neue Heimat fanden. In der Zwischenzeit fielen Berufsfelder weg, sieben Kultusminister waren in dieser Zeit im Amt. Aktuell sind es ca. 660 Schülerinnen und Schüler in 45 Klassen mit 52 Lehrern.
Über die Jahre hinweg haben viele Schülerinnen und Schüler für ihre Leistungen Auszeichnungen erhalten, sei es der "Bildungsfuchs" im Dualen Bereich, oder die verschiedenen Preise beim Europaaufsatz, die inzwischen Dutzende Jugendliche unseres Beruflichen Gymnasiums eingeheimst haben. In diesem Jahr war es die Teilnahme an AOK-Gesundheitswettbewerb, die uns zu neuen Höhen gebracht haben. Wir wurden im Januar Landessieger und belegten im Bundeswettbewerb den 4. Platz. Das zeigt auch, dass unsere Schülerinnen und Schüler solche Ideen aufgreifen und mit ihrer Leistung auch zum Erfolg bringen.
Neue Anforderungen haben sich bei der Beschulung von Schülern mit Beeinträchtigungen gestellt. Die Aufgabe, Flüchtlinge und Asylbewerber zu integrieren, ist die aktuelle Herausforderung der Schule.
Partnerschaften waren von Anfang an wichtig. Sie tragen im Wesentlichen zu einer Einbettung der Schule in die Region einerseits und für die Region in Europa andererseits bei. Die neuen Technologien haben ebenfalls sehr zur Veränderungen im Hause beigetragen. In den Bereichen der Holz- und Metalltechnik sind es die teueren CNC-Maschinen, an denen unsere Auszubildenden mit modernster Software lernen. Für die Anforderungen im Bereich der Netzwerke ist es die Einrichtung eines besonderen Raums für die Ausbildung Jugendlicher an CISCO-Netzwerktechnologien, was auch unseren Abiturienten im Schwerpunkt Datenverarbeitungstechnik zugute kommt.
Im Laufe der Jahre hat sich auch die innere Organisation verändert. Seit vielen Jahren organisiert ein Team von Lehrern zusammen mit unserer Schulsozialarbeiterin unter dem Titel "Eigenverantwortliche Schule" Projekte und Veranstaltungen, die Schülern und Lehrern zugute kommen.
Ermöglicht werde dies, so Frau Müller, durch eine gute Zusammenarbeit der erweiterten Schulleitung mit ihrer Stellvertreterin, StDin Karin Säger, dem Abteilungsleiter StR Michael Jakob und dem Oberstufenleiter, StR Bernd Möller.
Um dem Anspruch einer kompetenten Ausbildung gerecht werden zu können, wie sie in unserem Leitbild formuliert ist, muss ein hohes Niveau gehalten werden. Eine tiefe Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungsbetrieben der Wirtschaft, der Politik und der Schule ist absolut geboten. Die gestiegenen Anforderungen an die Technik in der Ausbildung müssen immer wieder aufs Neue erfüllt werden.
Zum Schluss ihrer Rede dankte Corinna Müller den Sponsoren, ohne die diese Festveranstaltung so nicht möglich gewesen wäre.
Die Festrede hielt Herr Pieterwas, der Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen. In seinen Ausführungen nahm er Stellung zu dem Dualen System, das eine ideale Verbindung von Theorie und Praxis darstelle. Dieses seit vielen Jahrzehntern erprobte System sorge für gut ausgebildete Facharbeiter. Und diese seien eine der wichtigsten Säulen für unseren wirtschaftlichen Erfolg in Europa und der Welt.
Es gelte, so Herr Pieterwas weiter, das Duale System immer wieder an die sich ändernden Umstände anzupassen. Allein die Digitalisierung sei eine große Herausforderung für das Duale System. Viele Ausbildungsgänge mussten angepasst werden, Inhalte und Lehrpläne für viele Berufe wurden geändert, neue Berufe mussten in das Duale System eingegliedert werden.
Als unverzichtbar für eine gute Ausbildung erachtete Herr Pieterwas die Beherrschung der deutschen Sprache. Sie sei ein wichtiger Teil der Ausbildung.
Leider habe der Export des Dualen Systems nicht wirklich geklappt. Zum einen seien fehlende Ausbildungsordnungen der Grund, zum anderen würden zuständige staatliche Stellen fehlen, die sich um die Organisation, die Prüfungen und die Ausbildungsverträge kümmern müssten. Die bei uns selbstverständliche Partnerschaft zwischen Betrieb und Schule sei woanders eher unbekannt.
Landrat Thomas Müller sprach in seinem Grußwort über Werner Lämmler, der der Motor für die positive Entscheidung zur Errichtung eines Berufsschulzentrums mit einem neuen Haus und für den Verbleib des Beruflichen Gymnasiums in einem rekonstruierten Technikum war. Werner Lämmler gehörte zu den letzten Absolventen der Staatlichen Höheren Lehranstalt, die in dem Technikum an der Helenenstraße untergebracht war. Nach der Wende kehrte er an seinen frühere Alma Mater zurück und sorgte sich um die Zukunft des erhaltenen Gebäudes. Seine Vision einer Berufsbildung am Standort Hildburghausen ist mit dem Neubau an der Wiesenstraße und dem modern ausgestatteten Technikum Wirklichkeit geworden.
Die Landtagsabgeordnete Kristin Floßmann und der Landtagsabgeordnete Worm hoben in jeweils kurzen Grußworten die Bedeutung des SBSZ in der Berufsbildung und der Schullandschaft Hildburghausens hervor.
Zwischen den Programmpunkten zeigte unsere Schulband wieder, was sie kann. Vor der Festrede gab es eine von den Lehrerinnen Kerstin Klocke und Petra Wilfer mit viel Aufwand vorbereitete Präsentation der 20 Jahre, die dieses Haus 1 nun schon besteht. Zum Schluss gab es einen kleinen Imbiss und Erfrischungsgetränke wurden gereicht.



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